Die Entwicklung von Affiliate Marketing - Netzwerke geraten zunehmend unter Druck!

Geschrieben von Michael Fink am 08.02.2011 in der Kategorie: Online MarketingAffiliate Marketing

Steigender Wettbewerbsdruck. Zunehmende Kannibalisierung. Wandel der Player.

Mit diesen 3 Punkten möchte ich meinen Artikel zum Thema "Die Entwicklung von Affiliate Marketing" einleiten und aus meiner Sicht schildern, welchen Herausforderungen sich das Affiliate Marketing in den kommenden Jahren stellen muss.

Wettbewerbsdruck - dabei sein ist nicht alles!
In Deutschland haben sich affilinet und Zanox als die Affiliate Netzwerke mit der größten Reichweite etabliert. Da wir uns aber hier im Performance Marketing befinden ist Reichweite nicht alles, auch der Erfolg in Form von Leads und Sales ist wichtig. Aufgrund der großen Streuung oder vll. besser ausgedrückt "starken Konzentration erfolgreicher Partner" haben sich findige Kompetenzen als ein vertikales Netzwerk mit Ausrichtung auf ein spezielles Marktfeld spezialisiert. Die stärksten Marktfelder im Bereich Affiliate sind: Retail (Onlineshopping), Finance, Reise und Telekommunikation.
Vertikale Netzwerke haben sehr große Vorteile für Advertiser wie auch Affiliates...

Zunehmende Kannibalisierung - Welches Cookie überschreibt das Andere?
Die Vielzahl der Kanäle und Möglichkeiten innerhalb des Online Marketing Mix haben die Komplexität in den letzten Jahren enorm gesteigert. Damit stiegen auch die Anforderungen an Agenturen und Onlinemarketing-Verantwortliche in werbetreibenden Unternehmen. Durch neuste Technologien kann mit Hilfe der Customer Journey Analyse herausgefunden werden, welche Kanäle - abgesehen vom letzten Kontakt - wirklich am Kaufentscheidungsprozess beteiligt waren. Diese Information ist für Advertiser "Gold" wert. Hiermit können ganz klar Kannibalisierungen in der Gesamtveranstaltung aufgedeckt werden. Agenturen haben es schwierig, aber warum? Sie möchten die Customer Journey Analyse als Controlling Instrument an Werbetreibende (Advertiser) verkaufen.

Ist das möglich? Ja und Nein - also bedingt. Hat der Player, welcher das Controlling leitet, auch kommerzielle Interessen ist eine neutrale Sichtweise schwierig. Wird die Agentur wirklich im 100prozentigen Interesse des Advertisers handeln und falls notwendig auch eigene Umsätze ruinieren, wenn Substitutions- und Kannibalisierungseffekte auftauchen? Viele Fragen, viel Gerede und Geschwätz und wenig klare Antworten für Werbetreibende...

Wandel der Player - Besser selbst gemacht!
Das klassiche Affiliatemarketingmodel besteht aus den Teilnehmern: Advertiser, Agentur, Netzwerk und Affiliate. Bisher war hier die Rollen- und Aufgabenverteilung klar geregelt.

Die Technologien der Netzwerke sind inzwischen kein Geheimniss mehr und die Kosten für ein "Privat Network" halten sich in Grenzen. Deshalb ist es in den letzten Jahren vermehrt dazu gekommen, dass sich die Wertschöpfungsketten durch innovative Agenturen verkürzt haben. Das heißt: Ein Netzwerk wird aus Sicht der Agentur vermehrt als ein Technolgieanbeiter einer Infrastruktur gesehen und die Agenturmitarbeiter selbst managen bzw. steuern diese.

Wer hats inzwischen noch nicht? So fast jede Online-Agentur arbeitet mit dem eigenen Privat Network. Das Ziel ist es hier die profitabelsten Partner (Affiliates) mit einer höheren Vergütung an das eigene Netzwerk zu binden und die Reichweite über große Netzwerke günstig einzukaufen.

Der nächste und effizienteste Schritt ist das "Privat Network" in das eigene Unternehmen des Werbetreibenden einzubinden und eine eigene Affiliate Abteilung aufzubauen. Angesichts Partnerschutzklausel, Netzwerkgebühr, mangelnder Transparenz (nicht immer) etc. ist es langfristig durchaus lukrativ diesen Schritt zu gehen.

 

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